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Denn Experten stimmen darin überein, dass Kinder unzureichend geimpft werden - angefangen von Masern/Mumps/Röteln, über Polio bis hin zur Grippe. So hatten nach einer Auswertung von McElligott und seinem Kollegen basierend auf nationalen Impfdaten nur etwa 81 Prozent der 2-Jährigen alle Impfungen entsprechend der nationalen Empfehlungen erhalten. Es sollten jedoch wenigstens 95 Prozent der Kinder vollständig geimpft sein, so Prof. Dr. Robert M. Jacobson von der Mayo Medical School in Rochester, Minnesota, USA.
Nach der Studie von McElligott lässt sich die Impfrate womöglich durch Impfpässe verbessern: Während von den Kindern mit Impfpass 84 Prozent alle empfohlenen Impfungen erhalten hatten, lag der Anteil bei den Kindern ohne Impfpass mit 79 Prozent statistisch signifikant niedriger. Besonders ausgeprägt war der Nutzen des Impfpasses gemäß der Studie, wenn die Mutter nur eine geringe Schulbildung aufwies, im Haushalt viele Kinder lebten oder das Kind bei vielen Ärzten in Behandlung war. „Der Impfpass macht nicht nur einen großen Unterschied, sondern er erreicht auch die Menschen, die es am meisten benötigen", hob McElligott hervor.
„Man benötigt einen Impfpass, um sich an die notwendigen Impfungen zu erinnern und teilweise auch bei einem Umzug den neuen Arzt über den Impfstatus zu informieren", sagte Jacobson. Er riet Eltern und Ärzten dringend, einen Impfpass zu verwenden. „Er hat faktisch keine Nachteile und ist billig", so seine Begründung.
Quelle: Nach Informationen der Fachzeitschrift „Pediatrics" und von Reuters Health, Februar 2010
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