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Ob ein kurzfristiger Geschäftstermin, der spontane Einsatz in der Katastrophenhilfe oder auch eine Last-Minute-Privatreise - Auslandsreisen lassen sich nicht immer langfristig planen. Auf wichtige Maßnahmen zum Gesundheitsschutz wie z.B. Reiseschutzimpfungen sollten und müssen kurzfristig Reisende aber trotzdem nicht verzichten, erläutert der Experte Dr. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin Düsseldorf, gegenüber der Ärzte Zeitung.
Demnach bieten manche Schutzimpfungen auch kurzfristig getätigt einen ausreichenden Schutz vor gefährlichen Infektionen. So sei eine Auffrischimpfung bei wichtigen Grundimpfungen wie Tetanus, Diphterie oder Poliomyelitis (Polio, Kinderlähmung) immer auch noch kurz vor Reiseantritt möglich und wirksam, sollte zum Zeitpunkt der Reise kein ausreichender Impfschutz mehr bestehen. Laut Jelinek tritt eine Schutzwirkung dieser Auffrischimpfungen bereits nach drei Tagen ein.
In vielen Reiseländern sind zudem Impfungen gegen Hepatitis A und B sowie gegen Typhus, Meningokokken und Tollwut angezeigt. Auch eine Impfung gegen Hepatitis A sei dabei kurz vor Reiseantritt noch zu empfehlen, da die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit) bei Hepatitis A sehr lang sei, so Jelinek. Eine Immunität durch die Impfung trete nach zwei Wochen ein, damit werde ein wirksamer Schutz vor der Krankheit in der Regel immer noch erreicht. Ebenso würden Impfungen gegen Typhus und Meningokokken durchaus auch unmittelbar vor der Reise noch sinnvoll sein, da man sich in der Regel nicht sofort zu Reisebeginn anstecke und ein Impfschutz hier nach ca. sieben bis zehn Tagen aufgebaut sei, berichtet die Ärzte Zeitung unter Berufung auf den Experten.
Bei anderen Impfungen wie gegen Tollwut oder Hepatitis B sind laut Jelinek mehrere Impfungen über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen nötig, um einen ausreichenden Impfschutz zu erreichen, ein kurzfristiger Impfschutz vor der Reise sei daher problematisch. In Hochrisikoregionen für bestimmte Infektionskrankheiten ist zudem der Nachweis entsprechender Schutzimpfungen bei Einreise nötig, z.B. einer Impfung gegen Gelbfieber. Sollte die Impfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben sein, muss sie laut Jelinek mindestens zehn Tage vor Einreise erfolgt sein, sonst besteht noch kein ausreichender Impfschutz, eine Einreise ist dann in der Regel nicht möglich.
Weitere wichtige Informationen zu Last-Minute-Reiseimpfungen bietet das CRM Centrum für Reisemedizin in Form einer Broschüre zum Download an.
Quelle: Nach Information der Ärzte Zeitung, Februar 2010
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