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12.02.2010

Erster Erfolg mit Impfstoff gegen das Chikungunya-Virus

Forschern ist im Tierversuch ein erster Erfolg gegen das sich immer mehr ausbreitende Chikungunya-Virus gelungen: Sie konnten Rhesus-Affen mit einem experimentellen Impfstoff komplett immunisieren.

Mitarbeiter der US-Behörde „National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID)" impften die Affen mit einem Impfstoff, der aus nicht-infektiösen Virus-ähnlichen Partikeln (virus-like particles, VLP) bestand. Nach 15 Wochen infizierten sie die Tiere mit Chikungunya-Viren. Alle immunisierten Tiere blieben gesund. Anschließend gewannen sie Serum aus den Affen und verabreichten dieses Mäusen, die später eine normalerweise tödliche Dosis Chikungunya-Viren erhielten. Die Mäuse überlebten dank des Serums. Nun soll der Impfstoff auch in klinischen Studien beim Menschen geprüft werden, berichten die Forscher in „Nature Medicine" online.

Chikungunya-Fieber tritt bislang vorwiegend in Afrika und Asien auf und wird durch Stechmücken übertragen. Einzelne Ausbrüche wurden aber inzwischen auch in Südeuropa beobachtet.

Infizierte bekommen fünf bis zehn Tage nach der Ansteckung plötzlich starke Muskel- und Gelenkschmerzen. Außerdem tritt hohes, gelegentlich auch hämorrhagisches Fieber (mit Blutungen einhergehendes Fieber) auf. Selten kann es auch zu Meningitis und Enzephalitis kommen. Das Krankheitsbild ähnelt somit dem Dengue-Fieber, wobei schwere Verläufe mit Meningitis und Blutungen viel seltener sind.

Quelle: Ärzte Zeitung, Februar 2010


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